Bali – Die nackte Wahrheit!

Ich hatte mich auf Bali sehr gefreut! Ich hörte nur positives über Bali…wunderschöne Strände, eine unglaubliche Naturvielfalt, freundliche Balinesen  (die ständig lächeln) und gutes Wetter.

….Das es zum Teil ein Desaster wurde, konnten wir vorher nicht ahnen…

Aber wie immer von Anfang an…

Das Flugzeug landete, ich war ganz schön aufgeregt, denn ich sah meinen besten Freund über einem Jahr nicht.  Als wir uns endlich wieder sahen, war die Freude natürlich ziemlich groß.  Wir wurden vom Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel, in Denpasar gebracht. Auf der 45minütigen Fahrt konnten wir schon mal den ersten Eindruck von Bali bilden–überall Müllberge, bettelnde Kinder und ein fürchterlicher Straßenverkehr (das hier noch keiner einen Unfall gebaut hat…ich glaube Verkehrsregeln gibt es dort nicht). Eins war mir definitiv klar, selbständig fahren könnte ich hier nicht.
Normalerweise habe ich gar keine Probleme, neue Orte zu Fuß zu erkunden…Aber in Bali war es leider nicht möglich. Es gibt in Bali keine wirklichen Fußwege und wenn man doch welche findet, werden diese selbst von den Rollerfahren genutzt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Menschen in Bali mit dem Roller unterwegs sind. Damit der Straßenverkehr etwas funktioniert, hupen die Autofahrer wenn diese überholen oder bei jeder Kurve.

Nunja, da wir keinen Fahrbaren Untersatz hatten, brauchten wir einen Fahrer… Uns war es klar, das wir nicht die ganze Zeit an einem Ort bleiben, somit machten wir uns Gedanken, was wir die ersten paar Tage sehen wollten. Unser Hotel, hatte einen eigenen Fahrer und mit ihm machten wir eine kleine Tour aus (ca.3h). Der Preis war auch von Anfang an klar, somit hatten wir keine Probleme. Ich war natürlich ganz schön neugierig und fragte ihn Löcher in den Bauch, der Fahrer war ganz nett und konnte gut englisch sprechen. Somit war es sehr einfach zu kommunizieren.  Die Tour war eine typische Touri-Fahrt, überall mussteste Eintritt bezahlen und es waren eindeutig  zu viele Menschen *haha*.

Hier sammelten wir unsere erste schlechte Erfahrung…

Wir wollten uns einen Affenwald anschauen, dieser sollte zwar nicht so schön sein, als der in „Ubud“, aber ist ja nicht schlimm….durch den „Wald“ wurden wir von einem Guide geführt. Wir dachten uns dabei nichts, weil am Eingang uns mitgeteilt wurde, dass „die Affen aggressiv sind und Gegenstände stehlen“. Somit hatten wir nicht weiter nachgefragt. Sie erklärte uns viel und erzählte, dass wir ihre ersten Kunden seien. Sie hätte wohl schon über 3 Tagen auf die Nummer gewartet um arbeiten zu können…Nachdem die Tour zu Ende war, meinte sie…das jeder Guide einen kleinen Shop hätte, in den wir unbedingt reinschauen sollten. Wir wollten nicht unhöflich sein, also gingen wir mit und schauten uns einfach mal um…Da machte die Dame, die Tür hinter uns zu und meinte, „die Affen würden sonst was stehlen“. Wir schauten uns um und wollten nichts kaufen, doch sie blieb hartnäckig. Bot ständig etwas an, mein bester Freund hat schon fünf mal „nein“ zu ihr gesagt und sie versuchte es immer weiter. Dann erzählte sie ihre Geschichte und versuchte Mitleid zu erwecken…Mein bester Freund blieb hart und ich wurde leider weich und kaufte doch etwas. Ich wollte mir sowieso ein Shirt in Bali kaufen, aber nicht auf diesem Wege.

Leider war es nicht die einzige Begegnung, ganz egal an welchen Laden man vorbei lief, ständig wurde man angesprochen, ob man was kaufen möchte. Am Anfang war es noch ganz ok, aber auf Dauer wurde man echt müde ständig „nein“ sagen zu müssen.

Wenn man doch einen Laden  betrat, wurde man sofort umzingelt von Verkäufern. Auch wenn, man einfach sich nur umsehen wollte. Diese kamen einem so nah, dass wir uns bedrängt fühlten und den Laden sofort wieder verlassen hatten.

 

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Unsere nächster Ort war  „Jimbaran“. Tja, aber wie kommen wir dort hin? In Australien machte ich gute Erfahrungen mit „Uber“, es war immer viel günstiger als Taxis und ein nettes Gespräch war auch immer drin. Supi, also buchte ich einfach einen Fahrer…und los geht´s.  Der Fahrer holte uns ab, gut…, das klappte schon mal. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fragte er uns, im gebrochenem Englisch, ob wir ihn für eine Tour buchen wollen. Ich erklärte ihm, was wir vorhätten, er verstand aber kein Wort. Er entschuldigte sich für sein schlechtes Englisch, tippte die selbe Frage in seinen „Google Übersetzer“ ein und reichte mir sein Telefon.  Das war schon etwas niedlich und er war an sich ganz nett. So entschieden wir, ihn als unseren Fahrer zu buchen und tauschten Nummern. Um den Preis und die Strecke, war ganz einfach mit ihm zu verhandeln, sein Motto war immer „You happy, i´m happy“. *lach*

 

Leider konnten wir ihn nicht lange als unseren Fahrer nutzten, denn die Anfahrtstrecken waren zu weit für ihn.

Somit brauchten wir wieder einen neuen Fahrer…unser nächstes Ziel war der „Uluwatu Tempel“. Wir buchten wieder über „Uber“ einen Fahrer…und los ginge es.  Der Fahrer sprach gutes English, somit hatten wir auch diesmal keine Probleme. Er fragte, ob er auf uns warten soll, wenn wir den Tempel besichtigen. (in Bali ist es ganz normal, dass ein Fahrer auf einen wartet und ist meistens auch im Preis inbegriffen.) Wir machten einen Preis aus, der ziemlich günstig war (das er uns dort nur anfüttern wollte, wussten wir bis dahin nicht). Die Tempel Tour gefiel mir ganz und gar nicht, es war eine typische Touristen Attraktion… ich war schon leicht überfordert von so vielen Menschen…Nach der Tour, kauften wir uns noch Karten für den „Kechak-Tanz“. Der an sich ganz schön war, selbst dort wurde man fast überrannt. Ich war eigentlich ganz froh, wenn dieser Tag vorbei war *lach*. Der Fahrer brachte uns zurück in unsere Hotel und gab uns seine Visitenkarte. Er wurde dann unser neuer Fahrer…. Am Anfang verlief alles ganz geschmeidig… wenn er uns an neue Orte gefahren hat, habe ich vorher mit „Uber“ die Preise gecheckt. Soweit so gut….unser Trip in Bali neigte sich dem Ende und wir wollten auf den Inseln die letzte Woche genießen, bevor ich mich von meinem besten Freund wieder verabschieden müsste… Ich frug den Fahrer, ob er denn eine gute Fähre kennt, wo man ohne Probleme zu den Inseln käme…Natürlich wusste er es und brachte uns hin. Was wir aber nicht wussten, dass wir viel zu viel bezahlten!

Für den nächsten Tag, machten wir uns doch noch mit ihm eine kleine Tour aus…Obwohl es ein regnerischer Tag war, hatten wir ziemlich Glück, wenn wir uns was anschauen wollten, das es genau in diesem Moment nicht geregnet hat. Für den Weg zum Wasserfall, wurde uns ein Guide gestellt…den wir eigentlich nicht brauchten, auch das war von ihm geplant…Als der Tag vorbei war, sprachen wir über den Preis und auch hier wusste er auch ganz genau, welche Knöpfe er drehen musste… Er nannte uns einen Preis und meinte, dass es normalerweise teurer ist, er uns aber ein Sonderangebot macht, weil wir ja jetzt Freunde sind…

An unseren letzten Tag wollten wir den „Mt Batur“ für den Sonnenaufgang besteigen, er bot uns an, sich um die Tour zu kümmern.  Wir sagten zu und waren schon ziemlich aufgeregt. Leider kam er viel zu spät und wir hatten keine Zeit für ein ausgiebiges Frühstück, was in den Preis inbegriffen war. Auch für das komplett Packet, zahlten wir wieder viel zu viel…Ich hatte schon ein komisches Gefühl und dachte mir, das irgendwas hier schief läuft. Diesmal hat mich mein Bachgefühl nicht enttäuscht…

Der Fahrer wartete auf uns und wir bestiegen im dunklen den aktiven Vulkan…in dieser Zeit hatte ich die Sorgen für kurze Zeit vergessen…

Als wir dann wieder unten ankamen, brachte er uns auf den Weg in unser Hotel…wir waren ziemlich müde und wollten einfach den letzten Tag in Bali gemütlich ausklingen lassen. Als er uns absetzte, verabschiedeten wir uns…er meine dann richtig frech „und bezahlen wollt ihr mich dann beim nächsten mal?“ Ich diskutierte mit ihm darüber, dass wir ihn nicht noch zusätzlich bezahlen würden, denn es sollte alles in den Preis inbegriffen sein. Er wurde sauer und meinte wieder, dass es normalerweise mehr kosten würde. Da wir plötzlich keine Freunde mehr, ich hatte es satt mit ihm zu diskutieren…gab ihm Geld und war froh, dass er dann weg war.

Ich war traurig, frustriert und wollte das Land einfach nur noch verlassen…

 

Durch den „Gunung Agung“ Vulkan, der momentan brodelt…ist der Tourismus um mehr als 30% runter gegangen…Und mir ist auch bewusst, dass die meisten Einheimischen von dem Tourismus leben. Ich war auch oft sehr großzügig und gab mehr, wenn ich ein gutes Gefühl empfand.

Aber was ich nicht verstehen und nicht tolerieren kann, wenn Menschen einen ins Gesicht lügen, weil Geld einem wichtiger ist, als das Wohlbefinden anderer!

Leider musste ich diese Erfahrung machen, um daraus zu lernen. Wenn ich je nochmal nach Bali reisen sollte, dann wird alles anders gemacht….

Und wie haben wir raugefunden, das wir überall zu viel bezahlt hatten?

Nachdem wir von den Inseln zurück kamen, checkten wir in das erste Hotel ein. Dort hatte es uns sehr gefallen…Eigentlich wollten wir in den paar Tagen uns den Affenwald von „Ubud“ anschauen, aber wir hatten von Bali echt genug…Somit hatten wir Zeit für uns und auch neue Bekanntschaften zu schließen. Eine nette Lady hatte uns dann über alles aufgeklärt…die Preise, wie und warum Touristen mehr bezahlen…Sie erzählte uns einfach alles und wir waren echt geschockt.

Nunja, wir sind bestimmt nicht die einzigen, denen sowas widerfahren ist.  Deshalb möchte ich mit diesem Beitrag, denjenigen  helfen, die ebenfalls das erste mal nach Bali reisen.

In meinem nächsten Beitrag werde ich euch noch ein paar Tipps und Tricks verraten, wie man nicht so viele Fehler beget, Geld und Nerven spart.

Seit gespannt….

 

Eure Lena 🙂

 

 

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